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Ideenwettbewerb "Arsenal Wien Neu" Ausgelobt von der ARSENAL Immobilien Development Ges.m.b.H. in Kooperation mit der Republik Österreich als Eigentümerin des Heeresgeschichtlichen Museums (HGM) sollte der Wettbewerb Ideen und Konzepte in zwei Kategorien liefern:
Kategorie Wohnen: Die Verbesserung des Wohnangebotes im Arsenal durch Dachausbauten und Nachverdichtungen
Kategorie Museum: Die Adaptierung des HGM im Sinne einer Erweiterung der Museumsflächen und der Verbesserung des Außenbezuges (Zugang, Sichtbarkeit im Stadtraum)
Die Sitzung des Preisgerichtes am 28. und 29. Juni 2007 brachte folgendes Ergebnis:
Kategorie Wohnen Mit einem visionären Projekt für den Ausbau und die Optimierung der Wohnbauten des Wiener Arsenals gewann der Grazer Architekt Josef Hohensinn den Ideenwettbewerb „Arsenal Wien Neu“ in der Kategorie Wohnen mit einem 1. Preis/Sonderpreis. Die Wettbewerbsjury erkannte in dem Entwurf einen „volumetrische(n) Kraftakt“, der „im Zusammenhang mit den städtebaulichen Entwicklungen im Bereich des Zentralbahnhofes und der Aspanggründe beurteilt und als mutiger und die Stadträume ordnender Eingriff begrüßt“ werde. Hohensinn schlägt insbesondere eine markante, hoch aufgeständerte Überbauung des Bestandes an der Ghegastraße vor. Er hebt die brückenartig konstruierte, freie Form auf schlanken Stützen weit über die historistischen Kasernenbauten, deren denkmalgeschützer Bestand erhalten bleibt und im Kontext der Erschließung des neuen Bauteils sogar strukturell verbessert werden könnte. Im Vergleich zu Hohensinn verfolgen Walter Stelzhammer und Peter Weber einen pragmatischen Ansatz und gewinnen mit ihrem Entwurf, der vor allem im Bereich der Wohnungsverdichtung im Süden des Areals qualitätvolle Vorschläge entwickelt, den 2. Preis in der Kategorie Wohnen. Den 3. Preis gewinnt Architekt Reinhold Bösch, zwei Anerkennungspreise gehen an Wesam Nassar und das Team Junger_Beer und Clemens Kirsch.
Kategorie Museum Die Kategorie Museum, also die Planungsaufgabe der Erweiterung des Heeresgeschichtlichen Museums gewann das Wiener Planungsteam Junger_Beer und Clemens Kirsch, dessen Entwurf vor allem mit klaren Außenbezügen und einer funktionellen Museumserschließung an der Arsenalstraße überzeugt. Die zeichenhafte Formulierung eines Büroturms, der die Museumsverwaltung und museologische Referate beherbergen soll, steht im Kontext einer Museumsachse, die sich vom Belvedere über das 20er Haus im Schweizergarten bis zum HGM aufspannen könnte. Die Erweiterung der Ausstellungsflächen schließt rückwärtig an den bedeutenden Museumsbau Theophil Hansens an, wobei mit der pneumatischen Konstruktion eines Membrandaches das historistische Baujuwel in seiner Charakteristik erhalten bleibt, die bisher frei aufgestellten Exponate aber vor Witterungseinflüssen geschützt werden könnten. Die Architekten Alexander Van der Donk und rifat Kurtagic errangen mit einer urbanen Lösung des Museumsvorplatzes, die in einer gläsernen Eingangskuppel kulminiert, den 2. Platz in der Kategorie Museum, den 3. Preis erhielt Wesam Nassar mit seinem Entwurf einer funktionellen, unterirdischen Museumserweiterung. Anerkennungspreise errangen reinhold Bösch, dessen Entwurf mit zwei neuen Seitenflügeln an die Eckrisalite des Museums anschließt, und Rudolf Prohaska, der einen funktionellen Museumszubau vorschlägt, dessen Hofausbildung aber die Charakteristik des Bestandsobjekts als Solitär beeinträchtigen würde.
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